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Fakten, Fakten, Fakten

Eine kleine Vorgeschichte, die etwas länger geworden ist:

Seit ich 11 Jahre alt bin, habe ich meinen großen Teich. Der Deal mit meinen Eltern war, dass er so groß wird, wie ich graben (im absolut verdichteten Lehm) kann. Naja, dann habe ich begonnen zu graben...

Eigentlich hatte ich ja meinen ersten Teich schon mit 8. Aber da meine Eltern meinten, es sei eine kurze Leidenschaft, bekam ich natürlich keine Teichfolie dafür. Andere, vorgefertigte Behälter waren  damals nicht zu bekommen und wenn, dann auch nur so ziemlich schweineteuer. Also, war ich ein findiges Kerlchen und habe Müllsäcke zerschnitten und mit Lehm immer brav verschmiert. Und es hat extrem gut gehalten. Als ich meinen großen Teich dann vier Jahre später bekam, habe ich diesen ersten Teich als Sumpfzone verwendet. Und 2019, als mein Projekt: Jetzt bekomme ich endlich meinen Bachlauf Realität wurde, habe ich noch die Reste der Müllsäcke aus den Boden gezerrt, weil er ja eine noch ziemlich dichte Sumpfzone war.

 

Im Laufe der Jahre habe ich zwei kleine Ausbuchtungen noch gegraben, 2019 ein wenig das südliche Ufer angehoben und tatarata: Meinen Bachlauf mit zwei weiteren Becken installiert.

Man glaubt es kaum, aber im großen Teich schaue ich von der tiefsten Stelle nimma heraus. Ich bin 1,81 cm, also auch nicht gerade ein Sitzriese. Aber der Teich ist wie ein Bombentrichter gegraben. Wo ich damals als etwas jüngerer Mensch, den Lehm wegbekommen habe, da habe ich es getan. In der Mitte des Bombentrichters hat sich der Lehm halt nicht so gewehrt.

Zustand, Herbst 2019

Juni 2020

Ich lasse das Wasser meines Teiches natürlich steigen und sinken. Deshalb ist auf dem Foto gerade ein ziemlich niedriger Wasserstand. Als zusätzlicher Zulauf wird vom Dach des Carports Wasser mit einer Regenrinne, die in eine Tonne fließt,  gesammelt und in einer unterirdischen Leitung  direkt in den Teich geleitet.

 

Seit Sommer 2020 wird auch über die sehr breite, neue Einfahrt Wasser gesammelt, indem das Wasser auf einem Eckerl zusammenfließt und über  ein in der Erde vergrabenes Rohr direkt in den Teich fließt, Wobei dieses Wasser noch über die Sumpfzone mit den kleinen Steinen rinnt. So bleiben mögliche Ablagerungen auf den Kieselsteinen hängen.

Aber um ein Naturteich zu haben....

jaja, da habe ich aber ein paar, sagen wir gewisse, Kleinigkeiten, die ihn hindern es zu sein: ICH HABE FISCHE!!!!

Aber meine Goldfische sind einfach zu schön. Ich habe sie immer schon, sie vermehren sich wie wild, werden gelegentlich das Lebendfutter für Elstern und Katzen...... aber sie sind schön und haben lange Flossen! Im Gegensatz zu den "normalen" Goldfischen sind meine Infolge der Inzucht und den immer wieder gelegentlichen Besetzungen mit ganz argen Züchtungen zu Langflossen-Goldfischen mutiert, die in Gelb, Weiß, Orange und gefleckt so niedlich sind. Außerdem hat aktuell noch ein Koi überlebt und ist schon ein bissi groß und ich konnte nicht umhin, vor ein paar Jahren auch bunte Shubunkin hinein zu setzen.

Deshalb gibt es in meinem Teich auch seit Jahren nur Kröten-Kaulquappen die überleben. Sie sind angeblich zu bitter für die Fische und sie spucken sie immer wieder aus. Aber dafür ist meine jährliche Krötenpopulation überwältigend groß!

 

Das obere Becken

Im oberen Becken aber habe ich Sand als Grundmaterial eingeschüttet und hoffentlich kommen irgendwann dann Teichmuscheln als Besatz hinzu. Ich lasse ihn aber noch ein paar Jahre bewachsen und "einlaufen", bevor ich den Versuch starte.
Hier fühlt sich auch die Seerose wohl. Nie wieder eine Seerose im großen Teich! Die extrem dicken, fleischigen Wurzeln, die sie hurtig bildet und auch Ableger im Teich "verteilt", hat mir meinen großen Teich aber immer wieder ganz schön angefüllt. Und ich reinige den Teich sicherlich nicht jedes Jahr gründlich um diesem Treiben entgegen zu wirken.

Das zweite Becken

Im zweiten Plastikbecken hoffe ich einmal Molche wieder ansiedeln zu können. Der Grund besteht aus Quarzkies und ich habe Wasserpest hinein gesetzt, die nach einem halben Jahr den Boden eigentlich schön bedeckt.

 

Ob meine Erfolgsmeldung vom August 2020: Ohh, ich habe einen Molch im Becken gesehen, nicht nur reines Wunschdenken war, wird sich noch herausstellen. Die Hoffnung stirbt zuletzt!