Reinhold Ponesch
1966 in Bregenz
lebt und arbeitet in Wien und New York
Abbildung Titelbild:
INDEPENTEND WOMAN, 2019 (Vienna)
Acryl auf Leinwand
130 x 100 cm
Fotos: c) Reinhold Ponesch
Gilt nur ein Wort als Synonym der Arbeiten von Reinhold Ponesch, so wäre es ohne Zweifel: Rhythmus.
Die Impulse, das Leben und die Eindrücke der Orte ihrer Entstehung – und somit der Rhythmus - spiegeln sich in den Arbeiten wider und lassen den Betrachtenden in Reinhold Poneschs Bildwelt eintauchen und eigene Assoziationen oder Gedanken frei werden. Auf der Rückseite des Werkes findet sich als Hilfestellung dieser Standort notiert.
Es wäre dem Künstler nicht gerecht, ihn auf die Pinselsprache zu reduzieren, denn vielmehr reagiert er in seiner malerischen Aussage auf das Thema: Kräftige Pinselstriche werden von zarten, kaum erkennbaren geleitet oder kaum lesbare Worte mischen sich auf der Bildfläche mit Farbflächen, die in sich nuanciert wurden. In seinen Oeuvre finden sich auch Übermalungen anderer Bildwerke oder Collagen sowie Installationen. Der ihn bewegende Gedanke fordert Reinhold Ponesch den besten Ausdruck und die aussagekräftigste Technik zu finden. Er selbst meint in einem Gespräch 2019: Ich finde den Ausdruck meiner Kunst dann spannend, wenn darin ein gewisser Aufruhr transportiert wird, sich eine Welt widerspiegelt, die manchmal wie eine unfertige Bildimpression wirkt und nicht angekommen zu sein scheint.
Nicht nur der Rhythmus der Umgebung ist in den Arbeiten für den Betrachtenden spürbar, sondern vielmehr auch die Musik, die beim Anblick in seinem Kopf erklingt und damit einen Konnex zwischen den beiden Sparten schafft. Der Künstler meint selbst darüber: Immer wenn ich an der Leinwand arbeite höre ich Musik. Mein Kopf und meine Gedanken lösen sich dadurch. Es ist für mich ein Hilfsmittel. Manche Texte von Musikern geben mir auch den Mut, Dinge zu probieren, die ich davor nicht wagte.
Auf die Bildwelt Reinhold Poneschs einzulassen bedeutet die Rhythmen zu spüren und wie im Fall der Verfasserin erklingt James H. im Kopf und beides lässt sie nicht mehr los.
GROWING, 2021, (Vienna), Öl, Acryl, Spray auf Leinwand, 40 x 30 cm
COLORADO, 2022 (Vienna), Acryl, Öl auf Holz, 20 x 60 cm (Triptychon)
RP 23-17, INDIVIDUAL TEMPER NO 12, 20023 (Vienna), Acryl auf Papier, 40 x 30 cm
RP 23-09, INDIVIDUAL TEMPER NO 4, 2023 (Vienna), Acryl auf Papier, 40 x 30 cm




