FEMIZID - Stimme für die Stimmlosen

 

Organisationsteam: Kurt Waldhütter (kunstschaffen), Daniela Noitz, Gabriele Baumgartner

 

Bezirksvorstehung Margareten, Schönbrunner Str. 54, 1050 Wien

 

Eröffnung: 15. September, 18 Uhr

Performance OBRA

Lesung:

 

Finissage: 30. September, 18 Uhr

Tanz-Performance Doris Hintsteiner

 

Femizid

 

Femizid (‚Frauentötung‘; aus engl. femicide, analog zu engl. homicide ‚Tötung eines Menschen‘ in Anlehnung an lat. femina ‚Frau‘ und lat. caedere ‚töten') ist die Tötung von Menschen weiblichen Geschlechts. Wikipedia, femizid, 3. November 2019

 

Wir werden täglich mit erschüternden Berichten über das Ermorden von Frauen, unzähligen Opfern häuslicher Gewalt, von Brüdern oder nahestehenden Verwandten verübten "Ehrenmorden", der Abtreibung von weiblichen Föten und das Im-Stich-Lassen von flüchtenden Frauen konfrontiert. Erschreckend sind die internationalen Zahlen darüber - die zwar in abgeschwächter Form - auch in den westlichen Demokratien Thema sind. Diese misshandelten und ermordeten Frauen sind alle ein Opfer zuviel.

 

In einer Gesellschaft, die vermeintlich die Gleichstellung der Frau nicht nur mit der Einführung des Wahlrechtes vor 100 Jahren, realisieren möchte, werden immer noch veraltete patriarchische Strukturen gelebt und von der Zivilgesellschaft scheinbar toleriert. Frauen, oft in ihren Rechten und Würde beraubt, sollten im 21. Jahrhundert als Selbstverständlichkeit jedem männlichem Menschen ebenbürtig angesehen werden. Dass dem noch immer nicht so ist, beweisen auch in aufgeklärten Demokratien die Verhaltensweisen und Herabwürdigung gegenüber von Frauen.

 

Ein Aufzeigen dieser Tatsachen und ein Aufrütteln gegenüber diesen unglaublichen Fällen kann gar nicht oft genug erfolgen. Diese Ausstellung soll und will eine Initiative dazu sein, dass Künstlerinnen und Künstler - vielleicht gerade durch einen anderen sensibleren Zugang zum Thema - immer wieder der Gesellschaft in das Gedächtnis rufen, dass diese Entwicklungen und Zustände nicht zu tolerieren sind.

 Wir suchen für die Ausstellung und Veranstaltungen Arbeiten von Künstlerinnen und Künstler, die sich dem Thema des Femizid, Unterdrückung und Gewalt an Frauen in Malerei, Zeichnung, Skulptur, Video oder Performance in ihren Arbeiten gewidmet haben.

Daniela Noitz; Femizid – Stimme für die Stimmlosen

 

Schweigen schützt die Täter und negiert die Opfer. Schweigen über die Gewalt an Frauen nimmt ihnen die letzte Würde. Nur wer laut ist, wird gehört.

 

Wir wollen nicht länger schweigen, sondern sprechen im Namen derer, die keine Stimme mehr haben, im Namen derer, die keinen Weg zum Ausdruck finden, anzuklagen an Stelle derer, die die Täter nicht mehr zur Rechenschaft ziehen können, die sich vielleicht im Schoß der Familie verstecken, deren Ehre sie gerächt haben, Ehre, durch einen feigen Mord an einer, im rechtlichen Sinne, Unschuldigen.

 

Femizid ist eines der schrecklichsten Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Willst auch Du Deine Stimme dagegen erheben, für sie, und Position beziehen, dann schick uns Deinen Text. Du hast 10 min Lesezeit.

Setzen wir gemeinsam ein Zeichen – intensiv und eindeutig.